Auch die Motorik, Kreativität und Entspannung der Patienten werden hier im Rahmen der Gartentherapie gefördert.
„Die Gartentherapie ist ein Angebot für alle vier Bereiche bei uns im Haus“, erklärt Klinikmanagerin Mareike Hoffmann. „Die Gartenarbeit schult die motorischen Fähigkeiten – zum Beispiel durch das Zupfen von Blättern, das Harken und Graben. Aber eigentlich kommt beim Gärtnern der gesamte Körper in Bewegung – beim Bücken, Tragen oder Heben, und auch das Trocken-Nass-Gefühl zum Beispiel werde erlebt." So das siebenköpfige Team, welches den Garten angelegt hat.
Gemeinsam mit den Patienten legte das Gartentherapie-Team Wege aus Split an, baute zwei Hochbeete und schuf ein Bodenbeet. Und dann ging es so richtig los: Spinat und Feldsalat wurden gesät, Erdbeeren und Kräuter gepflanzt. „Eine Patientin hat mir einen Blaubeerbusch geschenkt, weil sie so begeistert von dem Projekt war“, erzählte die Physiotherapeutin. Der Busch hat natürlich auch einen schönen Platz im Garten gefunden.
„Über die Gartentherapie kommt man ins Gespräch“, weiß die Kollegin zu berichten, „viele können sich
dann viel besser öffnen.“ Und die angenehme Atmosphäre soll weiter ausgebaut werden: Rasenflächen sind angedacht, ein Pflanztisch soll das Gärtnern noch komfortabler machen und die Begrünung von Teilen der Gebäudefassade ist ebenfalls eine Idee. „Die Gartentherapie hat einen Bezug zum Alltag und trägt daher auch zur Selbstwirksamkeit bei“, erklärt Mareike Hoffmann. Die Ergebnisse dieser lebensnahen Therapie bekommen die Patienten täglich vor Augen geführt: Die Ernährungstherapie erntet die Beete regelmäßig ab und verarbeitet Kräuter, Beeren und Co. zu leckerem Pesto, Tee, Salat und kleinen Speisen.
